Espresso trinken im Weltraum

Guter Kaffee ist in manchen entlegenen Gegenden Mangelware. Anscheinend auch im Weltraum. Deshalb haben Italiener nun eine interessante Idee – den ISSpresso.

Wenn die Italienerin Samantha Cristoforetti zur ISS-Raumstation reist, wird sie auf eines nicht verzichten müssen: Einen Espresso aus einer richtigen Espressomaschine. Was in Italien als Grundrecht betrachtet wird, dürfte in etwa 415 km Höhe eine Eigenart sein. Zumal dort andere Bedingungen herrschen als auf der Erde. Um unter Schwerelosigkeit überhaupt einen Espresso machen zu können, haben sich Lavazza und das Raumfahrttechnikunternehmen Argotec zusammengetan und eine Maschine entwickelt, die mit der Schwerelosigkeit klarkommt.

Espresso auf der ISS-Expedition 42

Wenn im November 2014 die ISS-Expedition 42 startet, wird die Espressomaschine mitsamt Espresso-Vorrat in den Himmel geschossen. Sobald sie in die Technik auf der Raumstation integriert ist, wird der Espresso oder auch ganz authentisch caffé aus einem Infusionsbeutel getrunken. Der Genuß von Espresso auf der Raumstation hat natürlich auch soziale Gründe: Unterhaltungen und Kaffeetrinken gehören fast überall auf der Welt zum Alltag – nun auch in der Erdumlaufbahn.

Hoffentlich liefern Lavazza und Argotec auch gleich eine Espressomühle mit, denn alter Kaffee, der mit Druck gebrüht wurde, schmeckt nicht ganz so, wie man sich das von einer italienischen Espressobar vorstellt. Einige Kilogramm ganze Bohnen, eine Espressomühle plus die neue Weltraum-Espressomaschine und es wäre perfekt. So viel Komfort jedoch kann man wohl nicht erwarten.

 

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